BRIEF AN EINEN NICHTGENANNTEN LINKEN
Seitens der Linken gab es es nun eine Reaktion, welche zwar meine allgemeine Kritik an dieser Partei zurückwies, aber die ganz ausdrücklich meine Position über Christin Löchner in vollem Umfang als “absolut richtig” teilte. Es wurde der extrem schädliche Einfluß der von Christin Löchner als typisch vertretenen Linke-Gruppierung “BAK-Shalom” beklagt, die als aggressiv pro-israelisch, pro-amerikanisch, pro-imperialistisch und damit kaum verhohlen pro-kapitalistisch den traditionellen sozialistischen Positionen in der schärfsten Weise gegenübersteht.
Im folgenden meine Antwort an den Volksgenossen von der politisch anderen Feldpostnummer. Er scheint mir aufgrund seiner offenen ehrlichen Haltung ein anständiger Mensch zu sein; deshalb werde ich seine Identität hier nicht öffentlich preisgeben.
Lieber Volksgenosse XXX,
daß Sie unsere Sicht über Ihre Partei DieLinke nicht teilen, versteht sich von selbst. Es würde von uns auch niemand erwarten, daß Sie nicht entschlossen dort stehen sollten, für welche Seite sie sich nun einmal entschieden haben. Das erwarten wir von unseren Leuten ja auch. Es ehrt Sie also in unseren Augen, wenn Sie Ihrer Fahne treu zur Seite stehen. Sie sind somit ein politischer Gegner, aber kein Feind. Sie zeigen als Sozialist Charakter, und das schätzen wir als Sozialisten hoch ein.
Mir hat imponiert, daß sie der erste Linke sind, der überhaupt einmal sachlich und inhaltlich argumentativ auf eine Darlegung von mir eingegangen ist. Ansonsten kommen aus dieser Richtung derart immer gleiche abgedroschene hohle Phrasen ohne jeden inhaltlichen Argumentationsansatz, daß man sich wirklich fragt, ob man es mit lauter Hilfsschülern zu tun hat, oder jedenfalls mit völlig zum politischen Denken und zur politischen Diskussion unfähigen Menschen.
Und gerade nach dem, was Sie geschrieben haben und wie Sie es geschrieben haben, sehe ich in Ihnen vor allem den Volksgenossen, der genau wie wir das Volk im Zentrum jeder Staatspolitik sieht, und in diesem Zentrum des Volkes als dessen eigentlichen Kern die Arbeiter der Stirn und der Faust sowie den Bauernstand, den Nährstand unseres Volkes; die Schaffenden, welche den Staat überhaupt tragen.
Dieses Heiligste, was wir in unserem Volk und mit unsererm Volk haben, gilt es unter allen Umständen vor dem immer würgender werdenden Zugriff der Internationalen Plutokratie und des Börsenkapitalismus zu schützen.
Wie sehr dieser Zugriff des alles Menschliche und Soziale und Natürliche nur auf reinen Geldeswert reduzierenden Finanzmaterialismus´ unser Volk und die Völker der Welt schon im Griff hat und in seiner Gewalt hat, das zeigt nichts deutlicher als die Tatsache, daß der Arbeiter und zumal der Bauer im heutigen Alltag als Begriffe überhaupt nicht mehr vorkommen, aber dafür allgegenwärtige Nachrichten über Börsenstände, Börsenstände, Börsenstände. Ein heutiges Kind denkt, wenn es “Dachs” hört, doch schon nicht mehr an unseren größten heimischen Marder, den Meister Grimmbart, sondern es denkt dabei an den ständig und überall berichteten DAX der Börse, der erdrückend allgegenwärtig die Hirne derer zerfrisst, die ohnehin krank sind, weil sie nur noch in Begriffen des Geldes denken können.